Inspiration, Konzept, Location, Mode, Papeterie, Tischkultur 

Winterhochzeit in Südtirol: Sophie und Johann in den Ötztaler Bergen

15. Januar 2019   |   Pamela Pizzardo

Ein edles und dennoch ländlich-bäuerliches Themenkonzept, dass Traditionen und moderne Elemente harmonisch vereint.

Ich entführe Sie heute zu einer Winterhochzeit ins ewige Eis, und zwar in eines der höchsten Berghotels Europas, wo die Behaglichkeit vergangener Zeiten die Seele wärmt. Im verschlafenen Bergdorf Karthaus, dem Tor zum Schnalser Gletschergebiet in Südtirol, scheint die Zeit still zu stehen. Die alten Stuben und das warme Holz im Hotel Zur goldenen Rose bilden den idealen Rahmen für eine gemütliche, kleine Hochzeitsfeier. Jeder Winkel atmet hier Geschichte und verbindet sich mit einem modernen unaufdringlichen Hier und Jetzt – der perfekte Schauplatz für eine edle ländlich-bäuerliche Hochzeit im engsten Kreise und auf höchstem Niveau, angehaucht vom Charme vergangener Zeiten.

Wenn Geschichte und Tradition zu einer nostalgischen Hochzeitsidee verschmelzen, kann nur etwas Harmonisches und Stilvolles herauskommen: Ein Ambiente geprägt von feinen Naturtönen, vom warmen Holz der Stuben, dem wohligen Knistern im Kaminfeuer und einem raffinierten Kleid in fließender Spitze, welches an das viktorianische Zeitalter erinnert. 
Im aufregenden Kontrast dazu steht die majestätisch-beeindruckende und schneebedeckte, unendliche Bergkulisse der Ötztaler Alpen. Gibt es einen passenderen Ort, sich ewige Liebe zu versprechen, als auf einem verschneiten Berggipfel, an dem alles ewig währt? Nirgendwo fühlen sich Küsse lebendiger an als im Angesicht massiver, eisiger, ewiger Naturschönheit. Kontraste erzeugen Spannung, wohlgesetzter Stilbruch Lebendigkeit! So bildet eine freie Hochzeitszeremonie im antiken Kreuzgratgewölbe des einstigen Klosters Allerengelberg die perfekte Symbiose aus Tradition, Geschichte und Moderne.

Zauberhafte Blumenarrangements mit zarten weißen Blüten, bauschigen Fruchtständen, trockenen Gräsern und kräftig-grünen Nadelholzzweigen – gleichzeitig robust und zerbrechlich wirkend wie gefrorenes Wasser, das ewiges Eis aber auch zarte Eisblume sein kann – harmonieren perfekt sowohl mit den behaglich warmen Stuben als auch mit der eisig-rauhen Bergkulisse und fügen sich optimal ins Rahmenkonzept.
Eine wahre Eisprinzessin verzichtet auch im Winter nicht auf ihren Traum vom zarten Kleid! Die charismatische Braut trägt ein fließendes Spitzenkleid, inspiriert vom edlen viktorianischen Zeitalter. Ein weißer (Kunst-)Pelzmantel komplettiert den glamourösen Winterlook und hüllt sie in wohlige Wärme.

Als bewusst gewählten Stilbruch trägt die Braut Schmuck im sogenannten Shabby Chic (von englisch shabby: „schäbig“, „mit sichtbaren Gebrauchsspuren“) und Boho-Style (von „bohème“: stellvertretend für kreativen Freigeist). Beide Stile in Kombination mit ihrem Verlangen nach reichlich Einzigartigkeit und viel Liebe zum Detail mauserten sich in jüngster Vergangenheit zu einem beliebten Trend für rustikale Hochzeiten. Ergänzend präsentiert sich die Braut mit Make-up aus gedeckten Farben in Kombination mit offenem Haar. Sie unterstreicht so ihren natürlichen Charme, aber zugleich auch unbändiges, selbstbewusstes Temperament. 
Der Bräutigam verzichtet ganz auf den klassischen Hochzeitsanzug und setzt auf ein trendy und zugleich sehr rustikales Outfit mit Hut. Für die Farbe seines Blazers scheint sowohl Himmel als auch das entfernte Bergpanorama die Vorlage gewesen zu sein. Das feine Eisblau reflektiert das strahlende Weiß und umarmt zugleich die erdig-warmen Naturtöne von Strauß, Pelz und Haar der Liebsten an seiner Seite.

Passend zum Gesamtkonzept präsentiert sich die Hochzeitspapeterie in warmen Naturtönen. Das voluminöse, luxuriöse Papier, elegante Blindprägungen, die zarte Schrift und metallische Elemente kombinieren geschickt Tradition und moderne Eleganz. 
And last but not least: Einen spannenden Kontrast zum traditionellen Ambiente bildet der Drip Cake als Herzstück der kleinen Hochzeitstafel. Waren in der letzten Saison noch die Naked Cakes, also die „nakten“ Torten, das i-Tüpfelchen auf jeder Hochzeit, schwappt gerade dieser neue Trend über den großen Teich. Die sogenannten Drip Cakes (engl. drip: tropfen) beziehen ihren Namen von einer spektakulären Verzierung in Form herunterlaufender Glasur. 
Rosige Wangen, klare Luft, tanzende Flocken, schillerndes Eis, mollige Materialien, behagliche Stuben, sensationelle Farben und eine Kulisse wie im Märchen ... es gibt zahlreiche Gründe für eine Winterhochzeit in den Bergen. Perfekt ist dieses Konzept für all jene, die sich für eine kleine, romantische Hochzeit abseits ausgetretener Pfade entschieden haben. Entspannter geht es nicht! Lassen Sie sich vom nostalgischen Flair, von unaufdringlicher Herzlichkeit und atemberaubender Naturschönheit begeistern!